
ZINSRISIKEN
Der Zins ist der Preis des Geldes. Und Geld ist gesucht: Die Staatsschulden der USA haben die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Was das mit den Hypothekarzinsen in der Schweiz zu tun hat?

Der Zins ist der Preis des Geldes. Und Geld ist gesucht: Die Staatsschulden der USA haben die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Was das mit den Hypothekarzinsen in der Schweiz zu tun hat?

Die Ferien sind vorbei. Und deshalb schreibe ich heute über ein dazu passendes, für Ökonomen auf den ersten Blick aber etwas ungewöhnliches Thema: Stress. Üblicherweise denken wir dabei zuerst an die schiere Menge – und damit gewissermassen an den Antipoden der Ferien: zu viel Arbeit, zu viele Termine, zu viele Mails.

Diese Woche verhängte Trump Zölle von 50 Prozent auf ausgewählte kanadische Produkte. Bemerkenswert ist dabei weniger Kanada als die rechtliche Grundlage. Erstmals griff Trump auf Section 338 des Tariff Act von 1930 zurück – eine Bestimmung aus der Zeit des Smoot-Hawley-Zollgesetzes. 96 Jahre alt. Und bislang nie angewendet.

Künstliche Intelligenz soll die Produktivität massiv steigern. Die spannendere Frage lautet aber nicht, ob das gelingt. Sondern: Wohin verschwindet dieser Gewinn? In höhere Löhne? Mehr Freizeit? Mehr Ferien? Oder merken wir ihn am Ende kaum?
Genau dieselbe Frage stellte sich bereits John Maynard Keynes vor fast hundert Jahren.

Wieder Tit-for-Tat im Nahen Osten. Wieder Raketen, wieder Drohungen, wieder die Frage, wie weit sich das hochschaukelt. Und trotzdem: Der Markt zuckt kaum. Warum eigentlich? Meine These: Nicht militärische Zurückhaltung begrenzt Trump, sondern fiskalische Zwänge.

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ab. Damit entscheidet das Stimmvolk nicht nur über einen Steuersatz. Es entscheidet auch darüber, welches Finanzierungsinstrument zum Einsatz kommt – und wer die Last trägt.
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